Gegen zusätzliche Staatskässeli - Antwort

Mit Interesse habe ich die Ausführungen von Herrn Hansjörg Eicher, Vorstandsmitglied SRG Luzern auf meinen Leserbrief vom 14.03.2017 gelesen. Ja, die Anschaffung eines privaten Verkehrsmittels bezahlt man selbst – aber die Verkehrssteuer erst, wenn man eine Nummer einlöst!! Der Vergleich zeigt gerade auf, dass das System bezüglich Finanzierung der SRG und den damit verbundenen Zwangsabgaben grosse Mängel aufweist und geändert werden muss!!  Der Bund könnte sich z.B. auf konkrete Aufträge, die seine Kernaufgabe der neutralen Kommunikation benötigt, beschränken und diese selbstverständlich bezahlen, wenn er nicht eigene Kommunikationskanäle benutzt. So wären auch die kleinen Medienunternehmen gleichberechtigt.  Das hiesse in der Folge Wettbewerb und Druck zu guten, effizienten, kostengünstigen und nachfrageorientierten Leistungen. Gerade gestern, 22.03.2017 war in der Luzernerzeitung zu lesen, dass das Tessiner Fernsehen 1087 Vollzeitstellen hat und das Lohn- und Honorarvolumen 135 Millionen betrage. Das heisst auf die Vollzeitstelle umgerechnet Fr. 124 195.032 je Jahr. Das ist in meinen Augen massiv und der grösste Teil unserer Bevölkerung hat ein viel tieferes Einkommen. Der Bürger wird hier unnötigerweise zur „Milchkuh“ gemacht. Und noch ein Fakt bezüglich Musikwelle: Unsere Jungen hören schon lange ihre Musikwelle. Sie können selber konkret entscheiden, was sie hören wollen und somit auch wieviel sie dafür bezahlen. Ihre Musikwelle heisst Spotify und sie wird ganz bestimmt nicht aus Kostengründen abgeschaltet, im Gegenteil. Es wäre wirklich Zeit, sich auch in der Medienlandschaft nach vorne in die Zukunft auszurichten, die alten Zöpfe abzuschneiden und zukunftsfähige Visionen zu entwickeln. Zugegeben, in der so schnelllebigen Zeit hat das seine Herausforderungen. Solche Herausforderungen hat jedoch auch jedes Unternehmen … und sie müssen gemeistert werden sonst ist man früher oder später weg von der „Bildfläche“.